"Worst Case"- Szenario bei Atemschutz- Sektorübung

Die Feuerwehr Enzenkirchen war in diesem Frühjahr beauftragt die Atemschutz- Sektorübung abzuhalten. Am Freitagabend des 23. März 2018 stand diese schließlich am Programm. 

Annahme war ein Brand in der Volksschule sowie im Kindergartentrakt mit mehreren vermissten Kindern. Beim Eintreffen der Feuerwehr Enzenkirchen schickte Einsatzleiter BI Essl Christian unverzüglich einen Atemschutztrupp mittels HD- Rohr zur Menschenrettung ins Gebäude. Die nachfolgenden Feuerwehren Steinbruck- Bründl und Matzing bekamen die Aufgabe, einen weiteren Trupp zur Reserve und einen zur Rettung einer Person aus dem Kindergarten zu stellen. In weiterer Folge trafen die Feuerwehren Raab, St. Willibald und Altschwendt ein, die der Einsatzleiter ebenfalls mit Atemschutz ausrüsten lies. Nach ca. 15 Minuten brach die Funkverbindung zwischen zwei Atemschutztrupps und der Außenwelt ab. Daraufhin veranlasste man die sofortige Rettung dieser beiden Trupps. Damit begann ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Luftreserven der verschollenen Atemschutzträger näherten sich langsam dem Ende. Im Verlauf konnten durch die hohe Anzahl eingesetzter Trupps alle vermissten erfolgreich gerettet werden.

Bei der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus ließen Kommandant HBI Essl Markus, Einsatzleiter BI Essl Christian und Lotsen- und Nachrichtenkommandant sowie Vizebürgermeister der Gemeinde Enzenkirchen BI Litzlbauer Roland die Übung nochmals revue passieren. Man sprach nochmals über die Herausforderungen, die bei der Rettung eines Atemschutztrupps auftreten, und es kamen Fragen auf, wie zum Beispiel: Wie transportiere ich richtig? Wieviele Trupps werden zur Rettung benötigt? Man kam zum Entschluss, diese Fragen nicht mit richtig oder falsch beantworten zu können, es kommt auf die Situation an. Das wichtigste dabei ist, dass keine Zeit verloren geht. Jeder Feuerwehrmann hofft, dass ein solches Szenario nie eintrifft. Jedoch muss sich ein Atemschutzträger auch einmal einen solchen Fall durch den Kopf gehen lassen, um im Falle auch dementsprechend zu handeln.

Von der Feuerwehr Enzenkirchen waren zwei Atemschutztrupps und 30 Kameraden an der Übung beteiligt. Insgesamt nahmen sechs Feuerwehren mit 14 Atemschutztrupps teil. 

Ein herzliches Dankeschön gilt an Atemschutzwart HBM Allmannsberger Silvio und Kommandant- Stellvertreter OBI Ringer Reinhard, welche diese Sektorübung sehr toll ausgearbeitet haben.