Betriebsbegehungen- Gefährliche Objekte

Die Gemeinde Enzenkirchen bekommt seit einigen Jahren erfreulicherweise immer Zuwachs an Gewerbetreibenden. Vor allem im Gewerbegebiet Jagern siedeln sich jährlich neue Firmen an. Dieser Aspekt stellt jedoch für die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen erhöhten Risikofaktor dar. Deswegen ist es unabdingbar, dass Feuerwehren die Räumlichkeiten solcher Gebäude gut kennen. 

Am Freitagabend des 2. Juni 2017 traf sich eine Abordnung der Feuerwehr Enzenkirchen, darunter vor allem Atemschutzträger, um eine Begehung in insgesamt vier Enzenkirchner Gewerbebetriebe abzuhalten.

Zuerst ging es zur Firma H&S Kabeltechnik ins Gewerbegebiet. Diverse Elektronische Geräte und der Lagerraum stellen hier für die Einsatzkräfte einen höheren Gefährdungsgrad dar. 

Weiters besuchten wir die neu errichtete Halle der Firma Obereder Agrarhandel. Darin werden bei Vollauslastung rund 1000 Paletten Folien sowie zahlreiche Kunstofftanks gelagert, was für die Einsatzkräfte eine erhöhte Gefahr darstellt. 

Als dritte Firma an diesem Tag war die Baufirma Hauer an der Reihe. Bei einem holzverarbeitenden Betrieb strahlen natürlich vielerlei Dinge Gefährlichkeit aus. Hier ging es unter anderem auch um den Lagerraum von Lacke und Gasflaschen, sowie um das Absaugungssystem. 

Zum Schluss statteten wir noch der Tischlerei Löckinger einen Besuch ab. Eine Firma, die nicht nur wegen der Tischlerei sondern auch wegen der älteren Bauweise des Gebäudes für die Feuerwehr ein erhöhtes Gefahrenpotential mit sich bringen könnte. 

Um bei einem Ernstfall effizient Hilfe leisten zu können, müssen die Einsatzkräfte über die verschiedenen Zugänge ins Firmengebäude, über den Platz von Stromverteiler und Heizräumen sowie über die Lagerräumlichkeiten von Gasen und chemischen Stoffen genau Bescheid wissen. Des weiteren geht es aber bei solchen Begehungen auch darum, die Gebäudestruktur kennen zu lernen. Dadurch können sich bei einem Einsatz die Atemschutzträger leichter orientieren.